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Realisierte und geplante Projekte

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Strömungsturbine

Strömungsturbinen ein Beitrag zum Klimaschutz

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Projektinhalt:

Die Bürgerenergiegenossenschaft Neue Energie Bendorf eG plant 10 Micro-Strömungsturbinen  vor der Insel Niederwerth in Betrieb zu nehmen.
Im Zeichen des Klimaschutzes ist die Reduktion des CO2-Ausstoßes von größter Bedeutung. Dem trägt der Kreis Mayen-Koblenz durch die Erstellung des Klimaschutz-Planes Rechnung. Hierbei nimmt die Entwicklung erneuerbarer Energien eine Schlüsselrolle ein. Politischen Konsequenzen, der Ausstieg aus der Kernenergie und eine stärkere Hinwendung zu umweltfreundlicher, regenerativer Energie, und nicht zuletzt das zum G7-Gipfel von Elmau ausgerufene Klimaschutzziel der
Bundesregierung geben dieser Entwicklung weiteren Vortrieb.

Klassische Wasserkraftwerke nutzen den Höhenunterschied (potenzielle Energie) des Wassers, dazu benötigen sie einen Staudamm oder ein Wehr, womit das Wasser aufgestaut wird. Dieser Aufstau bewirkt, dass sich die Gewässereigenschaften ändern und die Durchgängigkeit für Fische und andere Lebewesen sowie für Geschiebe eingeschränkt wird. Zwar gibt es heute mit modern gestalteten Fischaufstiegen sowie mit entsprechenden Fischabstiegen durchaus Lösungen, eine hohe Fischpassierbarkeit ohne Schädigung zu erreichen, dennoch gibt es sensible Gewässer, an denen ein Neubau einer konventionellen Wasserkraftanlage nicht genehmigungsfähig ist. Dies gilt zum Beispiel für viele Flüsse in Deutschland, wo der Bau einer klassischen Wasserkraftanlage ein nicht akzeptierter Eingriff in die Natur darstellen wurde. Diese Flüsse weisen aber oft eine relativ hohe Strömungsgeschwindigkeit auf.
Deshalb können hier idealerweise Strömungsturbinen eingesetzt werden, die die kinetische Energie des Flusses ohne Aufstau ausnutzen. Zwar ist die Leistungsausbeute solcher Strömungsturbinen bauartbedingt deutlich geringer als bei klassischen Wasserkraftanlagen mit Aufstau, dennoch besteht an großen Flüssen ein erhebliches Potenzial fur kinetische Turbinen.

Warum lohnt sich der Einsatz einer Mikro-Strömungsturbine?
• Sie kommt ohne Querverbauung aus. Daraus resultieren geringere Installationskosten.
• Minimale Auswirkungen auf Gewässerökologie und -morphologie.
• Sie ist im Betrieb nahezu unsichtbar unter der Wasseroberfläche
• keine Genehmigungsprobleme in Naturschutzgebieten
• Durch die offene Bauweise sind keine zusätzlichen Fischtreppen zur Gewährleistung der Passierbarkeit des Flusses notwendig.

Es zeigt sich, dass das Interesse an regenerativen Energien aufgrund des gestiegenen ökologischen Verantwortungsbewusstseins und der Tatsache, dass die Erzeugung rentabel sein kann, groß geworden ist.

Die Gemeindeverwaltung von Niederwerth wurde frühzeitig von den Projektuntersuchungen informiert. Es fanden Projektpräsentationen vor verschiedenen Gremien der Ortsgemeinde statt. Mit einem einstimmigen Gemeinderatsbeschluss wurde das Projekt begrüßt. Die Ortsgemeinde ist seit Juni 2015 Mitglied in der Energiegenossenschaft Neue Energie Bendorf eG und damit auch mittelbar am Projekterfolg beteiligt.

Präsentation zum Projekt: Diese Datei herunterladen (SHP_Bendorf 19-09-2015.pdf) SMART kinetische Wasser-Turbine

 

Projektziel:

Die Bürgerenergiegenossenschaft Neue Energie Bendorf eG will durch das Projekt die Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaft in der Region stärken. Sie folgt damit dem Leitsatz von Friedrich Wilhelm Raiffeisen, dem Gründer des Genossenschaftsgedankens, „Das Geld des Dorfes dem Dorf“. Die Neue Energie Bendorf eG betreibt nicht nur Anlagen zur Stromerzeugung, sondern bietet diesen Strom auch über den Verbund der Bürgerwerke eG als Ware an. Unter dem Tarif MykStrom ist bereits heute möglich BürgerStrom zu beziehen. Das Projekt wird die Eigenversorgungsquote der Gemeinde Niederwerth und damit der Verbandsgemeinde Vallendar erhöhen und einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz erbringen. Das Projekt gehört in den Bereich erneuerbare Energien und der nachhaltigen Energieversorgung. Dadurch ist es ebenfalls in den Bereichen regionale Wertschöpfung, Bürgerbeteiligung und Klimaschutz anzusiedeln. Durch das Projekt soll auch das „Wir-Gefühl“ für die Daseinsvorsorge in der Region gestärkt werden. Durch eine Mitgliedschaft in der Genossenschaft haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit mitzuentscheiden und mitzubestimmen.

Zielgruppe:

Jede Bürgerin, jeder Bürger, jedes Unternehmen und jede Kommune ist angesprochen durch die Mitgliedschaft in der Neuen Energie Benorf eG an dem Projekt teilzuhaben. Durch den niedrigen, einmaligen Betrag von 100 € ist die Mitgliedschaft nahe zu für alle erschwinglich.

Nutzen:

Das geplante Projekt kommt der Gemeinde Niederwerth und den Genossen der Neuen Energie Bendorf eG zugute. Durch den Klimaschutzeffekt und die regionale Wertschöpfung dient das Projekt auch dem Gemeinwohl. Da es sich um ein einzigartiges Projekt in Europa handelt, ist es ebenfalls eine überregionale Werbemaßnahme für die Region und die BürgerEnergie. Eine realisierte Installation kann zur Blaupause für weitere Projekte werden.

Nachhaltigkeit:

Nachhaltige Entwicklung heißt für uns, dass Umweltgesichtspunkte gleichberechtigt mit sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu berücksichtigen sind. Zukunftsfähig wirtschaften bedeutet also: Wir müssen unseren Kindern und Enkelkindern ein intaktes ökologisches, soziales und ökonomisches Gefüge hinterlassen. Das eine ist ohne das andere nicht zu haben." In diesem Sinne ist das Projekt mit einem minimalen und rückbaubaren Eingriff in die Natur, dem Klimaschutzeffekt, der Stärkung der Gemeinschaft, sowie der Erwirtschaftung von regionalen Geldströmen nachhaltig.

Laufzeit:

Eine Bauvoranfrage ist bei dem zuständigen Bauamt der VG Vallendar gestellt worden. Die Umsetzung des Projekts wird nach Zustimmung der Genossen und erteilter Baugenehmigung von statten gehen. Wir rechnen mit der Realisierung im späten Frühjahr 2016. Das Projekt hat eine Laufzeit von 20 Jahren.

Einsatz ehrenamtlicher Helfer:

Der Vorstand und Aufsichtsrat der Genossenschaft arbeitet ehrenamtlich, ebenso die am Projekt beteiligten Genossen. Das alte Wasserwerk der Verbandsgemeinde Vallendar auf der Insel Niederwerth soll Energiezentralle für das Projekt werden. Dieses wurde bereits jetzt durch ehrenamtlichen Einsatz innen und außen gepflegt. Ferner werden Wartungs- und Betriebsführungstätigkeiten ehrenamtlich durchgeführt.

Finanzierungslücke:

Die Finanzierung des Projekts in Höhe von 150.000€  ist aus eigenen Mitteln (Genossenschaftseinlagen) und Sponsoring geplant. Firmen, die eine Turbine sponsern, erhalten Marketingrechte und Zugriff auf die Leistungsdaten. Fördermittel sind zur Zeit noch keine beantragt worden.

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Anhänge:
Diese Datei herunterladen (SHP_Bendorf 19-09-2015.pdf)SMART kinetische Wasser-Turbine[SMART kinetische Wasser-Turbine]3569 kB

Anschrift

Neue Energie Bendorf eG
Am Röttchenshammer 75
56170 Bendorf
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